Was tun bei Mobbing und Lästerein

Hey meine Lieben! Heute kommt mal ein Artikel über ein Thema, mit dem wir fast alle wahrscheinlich mal konfrontiert wurden: Mobbing. Dieser kann ganz unterschiedlich ausfallen und ich habe schon die meisten seiner Gesichter gesehen. Mir wurde von meinen alten Nachbarn unterstellt, ich wäre eine Prostituierte (wegen den kurzen Kleidern, die ich immer zum feiern trug), ich würde am Arbeitsplatz klauen und von ''Freunden'' wurde mir unterstellt, ich würde Drogen nehmen. Bis heute höre ich Dinge über mich, die mich manchmal zum lachen bringen (z.B dass ich schwanger bin) und andere, die mich noch immer ein wenig nerven, aber worüber ich auch versuche zu lachen. Selbst hier auf meinem Blog bekomme ich manchmal Kommentare, die ich nicht veröffentliche, weil sie unter die Gürtellinie gehen! Fakt ist aber, man kann nicht glücklich durchs Leben zu gehen, ohne irgendwo anzuecken. Wenn man das verstanden hat, ist man schon ziemlich weit. 

Man muss sich auch nicht für jeden Mist rechtfertigen. Natürlich bei seinem Arbeitgeber, wenn man zu spät kommt, das meine ich nicht. Aber wenn der Nachbar meint, in deinem Müll zu wühlen, weil er meint gesehen zu haben, dass du Plastik im Biomüll versenkst, ist das zuviel. In solchen Fällen hilft es nur, schlagfertig zu sein: ,,Am besten lege ich meinen Müll bei Ihnen vor der Tür ab, dann können Sie das sortieren persönlich übernehmen!'' Wäre ein Beispiel. Wenn es um banale Dinge geht, am besten einfach weglächeln. ,,Ich habe gehört, du bist eine Schlampe!'' - ,,Ja, eine von der ganz schlimmen Sorte.'' Mit einem Augenzwinkern nimmt das den Hatern die Luft aus den Segeln. Keiner rechnet damit, dass dir ihr Gerede egal ist. Und selbst wenn es nicht so ist, lass dir nicht anmerken, dass es dich belastet.

Das Gerede der Menschen ändert nichts in Deinem Leben. Menschen, die dich gern haben, interessiert das Gerede der Leute nicht - sie machen sich ein eigenes Bild von Dir! Und welche, die meinen, sie müssten auf diese Leute hören, haben in eurem Leben absolut nichts verloren. Ich wiederhole: Man wird nie glücklich sein, ohne irgendwo anzuecken. Wir leben nunmal in einer Gesellschaft, in der viel geredet wird - das war vielleicht schon immer so. Aber es ändert nichts an unserem Leben, weder positiv noch negativ. Mir wurde von meiner Mutter damals gesagt: ,, Vetraue niemanden irgendwas an, sonst machst du dich angreifbar.'' Nach diesem Motto habe ich jahrelang gelebt, doch angegriffen wurde ich trotzdem. Heute bin ich einfach immer ehrlich und auch ziemlich offen, wie hier auf meinem Blog. Angegriffen werde ich noch immer ab und zu, aber mittlerweile bin ich abgehärtet und mir ist egal, wer irgendwas über mich sagt. Ob es nun wahr oder gelogen ist, wen kümmert's?

Zumal jeder Mensch seine eigene Meinung davon hat, wie man zu leben hat. Wenn jemanden deine bunten Taschen nicht gefallen, ist das sein Problem. Wenn jemand eure laute Lache nicht mag, hat er Pech gehabt. Und wenn ihr Bock habt, kurze Kleidchen anzuziehen, dann zieht ihr sie an weil das euer Leben ist und ihr alt genug seid, zu entscheiden, wie ihr es leben wollt. Ist das Leben der Menschen, die über euch reden, so viel besser? Meistens ist das Gegenteil der Fall. Sie beneiden euch, deshalb lästern sie und machen euch das Leben schwer. Lasst dies nicht zu und bleibt die Person, die ihr sein wollt und verändert euch bloß nicht für andere Menschen. Das macht auf die Dauer nur unglücklich, selbst wenn es die eigenen Eltern sind, die euch sagen wollen, wie ein glückliches Leben auszusehen hat.

Ich habe eine Freundin die sich von ihrer Mutter distanziert hat, weil diese nicht verstehen kann, warum sie statt zu heiraten eine Weltreise macht und Kindern in Entwicklungsländern hilft. Eine andere Mutter von einer Bekannten den Kontakt mit ihr abgebrochen, weil sie statt Karriere zu machen wie sie, geheiratet hat und Hausfrau ist. Fakt ist, dass beide Frauen ihr eigenes Leben in die Hand genommen haben und außer Acht gelassen haben, was ihre Mütter gern gehabt hätten. Um ehrlich zu sein verstehe ich auch nicht, wie Eltern ein Kind in die Welt setzen, um es so zu biegen, wie sie es gern selbst hätten. Man schenkt dem Menschen das Leben und versucht ihm Werte auf den Weg zu geben, aber doch nicht um das Kind wie eine Marionette zu steuern. Solche ''Eltern'' hätten sich lieber einen Hund zulegen sollen, doch - Überraschung - selbst der hat einen eigenen Charakter. 

Einen eigenen Willen und eine eigene Vorstellung von dem zu haben, wie man leben will, ist nicht schlecht: Im Gegenteil. Ihr seid angekommen, herzlichen Glückwunsch! Lasst euch nicht bremsen von Menschen, die über euch reden oder euch Steine in den Weg legen. Selbst wenn ihr Fehler macht, gehören sie euch und sind genauso wertvoll in eurem Leben, wie eure Erfolge. Ich hoffe, ich konnte einigen von euch da draußen Mut machen, da ich immer wieder von Leserinnen höre, die bestimmte Sorgen haben. Falls auch ihr einen Artikelwunsch zu einem bestimmten Thema habt, schreibt mir gern in die Kommentare oder eine Email :) Alles Liebe, Eure Selin

Kommentare:

  1. Das Kinder so gebogen werden, wie die Eltern es gerne hätten. Finde ich ganz grausam. Ich hatte mal bei Punkt 12 gesehen, das war eine Familie, da mussten die Kinder nach der Schule Aufgaben machen. Dann mussten sie in einen Verein und am nächsten Tag in einen anderen Verein. Die armen Kinder hatten kaum Freizeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kinder in jeden der Vereine von sich aus wollten. Das wollten alles nur die Eltern. Ich musste früher auch in einen Verein gehen Leichtathletik, ich habe es gehasst. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr hinzugehen, weil ich lieber mit meinen Freunden spielen wollte. Mein Freund will ja, dass unser Sohn später mal in den Fußball Verein geht, wenn er das nicht möchte brauch er das auch nicht. Er kann selber entscheiden ob er in einen Verein will oder nicht. Wenn er in keinem Verein ist, geht die Welt auch nicht unter, ich zwinge meinen Sohn zu nichts.

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  2. Ich glaube, dass man sich Mobbing manchmal gar nicht so einfach in den Weg stellen kann. Bei Lästereien ist das schon eher der Fall, da kann man mal einen (dummen) Spruch erwidern oder es einfach weglächeln. Aber Mobbing ist da schon eine ganze Spur härter und ich glaube, dass man da ohne Hilfe gar nicht so richtig rauskommt. Denn der/die Mobber überschreiten dabei wirklich die Grenzen und ich glaube, dass man sich dann selbst auch irgendwann nicht mehr so stark sieht, sich dem entgegenstellen zu können. :) Deswegen sollte man sich Menschen anvertrauen, aber eben den richtigen. :)

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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  3. Wirklich ein toller Post und wichtig, darüber mal zu schreiben! :)

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  4. Toller Post! Super, dass du dieses Thema ansprichst :)
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    LG, Vanessa

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